Oliver Kellner

Danke!

Sie haben mir am 27.September Ihr Vertrauen geschenkt und mich zum Bürgermeister gewählt. Dafür bin ich zutiefst dankbar! Gemeinsam mit Ihnen Emsdetten zukunftsfähig zu gestalten, weiterzuentwickeln und etwas zum Wohle der Stadt beizutragen, motiviert mich, die verantwortungsvolle Aufgabe zu übernehmen. Dafür bringe ich meine persönlichen sowie langjährigen beruflichen und politischen Erfahrungen mit ein.

Emsdetten benötigt einen offenen, ehrlichen, menschlichen und vor allem glaubwürdigen Bürgermeister, der zielstrebig aber auch nachhaltig und mit Weitblick handelt.
Ich möchte, dass Emsdetten auch in Zukunft attraktiv und ein begehrter Ort zum Wohnen, Leben und Arbeiten ist.

In diesen politisch bewegten Zeiten müssen wir bei allen Differenzen wieder lernen, miteinander zu reden und einander zuzuhören. Bürgernahe Kommunalpolitik bedeutet für mich transparente und nachvollziehbare Entscheidungen, echte Bürgerbeteiligung bei weitreichenden Themen und die offene, ehrliche Kommunikation mit Stadtrat und Bürgerschaft. Dies trägt erheblich zur Akzeptanz von Entscheidungen und der Identifikation mit Projekten bei. Wir wollen doch alle die beste Lösung für Emsdetten.

Nachhaltig und zukunftsorientiert handeln bedeutet die Auswirkungen auf künftige Generationen zu beachten. Die Auswirkungen von heutigen Entscheidungen auf künftige Generationen müssen im Beratungsprozess Beachtung finden, damit ein dauerhafter Mehrwert für Stadt und Bürger*innen entsteht. Das können Sie von mir erwarten.

Lernen Sie mich auf meiner Seite näher kennen, ich freue mich auf viele Anregungen.

Bleiben Sie gesund, Ihr

Über mich

Ich bin 51 Jahre alt und Emsdettener durch und durch. Aufgewachsen bin ich in den Ortsteilen Berge und Hollingen, ging in den Kindergarten am Hemberger Damm, war Schüler an der Johannes-Schule und der Buckhoff Grundschule und habe am Gymnasium Martinum mein Abitur gemacht. Genau wie meine Familie hat es mich immer wieder nach Emsdetten gezogen, wo ich im Jahr 2006 auf dem ehemaligen Betriebsgelände der Firma Schilgen gebaut habe. Ich fühle mich hier pudelwohl, daher liegt mir Emsdetten auch am Herzen. Aus diesem Grunde engagiere ich mich seit vielen Jahren politisch in Emsdetten und möchte der nächste Bürgermeister werden.

Privat

  • 1968 geboren
  • 1988 Abitur
  • 1989 Studium BWL
  • ehrenamtliches Engagement Malteser Hilfsdienst, derzeit im Beirat
  • ehemaliger Fußballer (05 und Borussia)
  • Badminton TVE
  • Hobbys: Lesen, Kochen, Sport, Fahrradfahren

Beruf

  • 1994 Beginn Ausbildung Versicherungskaufmann
  • 1999 bis heute: Führungsverantwortung und Führungskräfteausbildung
  • 2000 Abschluss Weiterbildung Fachwirt
  • 2009 Wechsel zur Provinzialversicherung
  • 2011 Dozent am Berufsbildungswerk
  • 2013 Selbstständig, Versicherungsagentur mit 12 Mitarbeiter*innen

Politik

  • 2004 Eintritt Grüne
  • 2004 Sprecher Grüne Emsdetten
  • 2006 Sachkundiger Bürger im Sozialausschuss
  • 2009 Sachkundiger Bürger im Infrastrukturausschuss und Betriebsausschuss Abwasserwerk
  • 2014 Ratsmitglied und Mitglied im Aufsichtsrat Stadtwerke Emsdetten und im Ausschuss für Kultur, Sport und Freizeit
  • 2020 Bürgermeisterkandidat

Meine Ziele

Die Corona-Krise hat uns vor Augen geführt, dass wir vieles in Emsdetten in den Blick nehmen oder neu ausrichten müssen. Die finanziellen Auswirkungen führen dazu, dass wir zu prüfen haben, welche Investitionen wir uns in den kommenden Jahren leisten können und wollen. Investitionen sollen nur dann getätigt werden, wenn ein dauerhafter Mehrwert für Stadt und Bürger*innen entsteht. Ich möchte Emsdetten zu einer lebendigen, grünen Stadt weiterentwickeln, die effizient mit Flächen umgeht, bezahlbare Wohnungen schafft, die die lokale Energiewende vorantreibt und die umweltschonende Mobilität fördert.

Für die städtische Energiewende müssen wir das Emsdettener Solarpotenzial entschlossener nutzen. Ich will eine ambitionierte Ausbauinitiative für Photovoltaik- und Solarthermieanlagen, um dieses Potenzial für CO2-Einsparung schrittweise zu nutzen. Dabei möchte ich alle Akteur*innen – Verwaltung, Bürger*innen und Gewerbe – an der Energiewende beteiligen und von ihr profitieren lassen. Eine nachhaltige Energieerzeugung – dezentral und erneuerbar – führt dazu, dass die Gewinne der Wirtschaft vor Ort zugutekommen. Daher liegt in einer Dezentralisierung der Energieerzeugung durch die Energiewende und die Digitalisierung eine große Chance für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung.

Alle Verwaltungsstandorte möchte ich kurzfristig auf Solareignung überprüfen. Alle geeigneten städtischen Schulen sollen bis 2025 mit Solaranlagen ausgestattet sein.

Ich möchte, dass Emsdetten 2030 energieautark ist.

Ich setze mich ein für

    • Bürger*innensolaranlagen
    • Beteiligungsprojekte
    • Mini-Photovoltaikanlagen auf Balkonen
    • Mieter*innenstrommodelle
    • Dezentrale Energieerzeugungsanlagen und Speicherlösungen
    • SMART GRID / Smart City (Vernetzung mit anderen)
      • Kleinstanlagen: Energieerzeugung vernetzen mittels SMART GRID
      • intelligente Stromnetze, Steuerung und Stromzähler
      • Kooperation Stadt, Stadtwerke inkl. tkrz und Uni Münster, auch deshalb, weil Münster neuer Batteriestandort wird
    • EU-Mittel abrufen
    • Kreis und Kreiswirtschaftsförderung einbinden

Durch die Schließung unseres Krankenhauses und vor dem Hintergrund des chronischen Ärztemangels müssen wir eine nachhaltige Sicherung der ambulanten hausärztlichen und fachärztlichen Versorgung der Emsdettener Bürger*innen sicherstellen. Das betrifft auch und vor allem unsere älteren Mitbürger*innen.

Heute können und wollen sich nur wenige Menschen vorstellen, später in einem Pflegeheim zu leben.
Die Pfleger*innen leisten dort eine tolle und wertvolle Arbeit, sind am Limit des Leistbaren oder gehen oft darüber hinaus. Aber: Die meisten Menschen wollen zu Hause oder zumindest in ihrem angestammten Umfeld wohnen bleiben und ambulante Pflege in Anspruch nehmen. Lebensnähe und gesellschaftliche Teilhabe heißt für mich, sich an den Bedürfnissen der Menschen zu orientieren und ein individuelles und langes Leben in vertrauter Umgebung zu ermöglichen.
Ich will, dass Emsdetten die Pflegebedarfsplanung selbst in die Hand nimmt und Wohn- und Pflegeformen im Lebensumfeld der Menschen entwickelt und unterstützt.

Der wachsenden gesellschaftlichen Bedeutung der Pflege steht weiterhin ein massiver Pflegenotstand gegenüber, der auf gesundheitsgefährdende Arbeitsbelastung bei gleichzeitig fehlender Wertschätzung, unzureichender Entlohnung und einem Minimum an verlässlicher Freizeit zurückgeht. Gleichzeitig bleibt viel zu wenig Zeit für die Pflege und Beziehungsarbeit zu den Patient*innen. Wir können diese Widersprüche in der Pflege als Kommune alleine nicht auflösen, aber durch Förderung und Unterstützung neuer und innovativer Modelle zumindest abschwächen und die Situation in Emsdetten für alle verbessern.

Grundsätzlich: Einbindung Seniorenbeirat und Beirat von Menschen mit Behinderung

Pflege

    • Mehrgenerationenwohnen und betreute Wohngruppen
    • quartiersnahe Lösungen als Alternative zu Pflegeheimen
    • Hilfen für pflegende Angehörige
    • Förderung und Ausbau von Netzwerken wie „Buurtzorg“
    • Ausbau Pflege/ Kurzzeitpflege
    • Ausbau Betreuung für Demenz-Patienten

Gesundheit

    • Gründung eines gemeinnützigen Medizinische Versorgungszentrum (MVZ),  ggf. in kommunaler Trägerschaft

Ich bin auf das erste Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) in kommunaler Trägerschaft in Neuenrade aufmerksam gemacht worden.
Erste Gespräche mit Emsdettener*innen hierzu veranlassen mich, als Bürgermeister Gespräche zur Gründung eines solchen gemeinnützigen MVZ zu führen. Die Rahmenbedingungen hierfür sind gegeben, es erfordert Gespräche u.a. mit Ärzten als Alternativen zu freiberuflichen Tätigkeiten oder Einzelpraxen.

Unterstützen statt Ausgrenzen – Menschen nicht in Schubladen stecken, sondern ihnen Chancen geben, dafür stehe ich. Deshalb trete ich ein für starke Hilfsangebote, Bildungs- und
Beratungseinrichtungen, die Teilhabe ermöglichen. 


Mein Ziel als Bürgermeister bleibt ein diskriminierungsfreies Emsdetten, das unterschiedlichsten Menschen eine Heimat bietet. Wo Menschen als Minderheiten oder Schwächere zu Opfern werden, wird die Stadt sich schützend vor sie stellen.

  1. Gerechtigkeit und Teilhabe
    • eine pädagogisch anspruchsvolle Ganztagsbetreuung an Schulen und im vorschulischen Bereich
    • mehr Unterstützung von Schulen mit besonderen Herausforderungen
      für bessere Integration und Inklusion
    • Sozialberatungen vor Ort als Erstanlaufstellen für Betroffene und eine bessere Zusammenarbeit von freien Einrichtungen und Sozialamt für individuelle Hilfen
    • menschenwürdige Unterkünfte und abgestimmte Sozialarbeit
    • Einbindung unterschiedlicher städtischer Fachbereiche und freier Träger sowie Polizei und externe Fachleute
    • feste Hilfepunkte in den Stadtteilen einrichten, die bei Fragen rund um (drohende) Wohnungslosigkeit Sozialberatung anbieten
    • mehr sichere Orte für Frauen sowie für Kinder und Jugendliche schaffen
    • menschenwürdige Unterkünfte für Obdachlose und geflüchtete Menschen, um mehr Schutz und Privatsphäre zu bieten
    • mobile Hilfsangebote verstärken
    • bessere Koordination der Hilfsangebote aller Beteiligter
  1. Humanität
    • organisatorische Aufwertung von Vielfalt, Antidiskriminierung und Gleichstellung als strategische Schlüsselaufgabe
    • Entwicklung eines lokalen Integrations- und Teilhabeplans und die transparente Kontrolle der Umsetzung
    • Umsetzung der Istanbul-Konvention zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen
    • Stärkung des Engagements gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit
    • Erarbeitung einer umfassenden Präventionsstrategie
    • Emsdetten soll ein sicherer Hafen werden/ Unterstützung der Initiative Seebrücke

Um die Stadt Emsdetten zu einem nachhaltigen und generationenübergreifend attraktiven Lebensort zu entwickeln, ist es notwendig, Kindern und Jugendlichen mehr Möglichkeiten zur politischen Teilhabe anzubieten. Dies ist durch das passive Wahlrecht ab 16 auf Kommunalebene als ein wichtiger Teil der Einbindung junger Menschen in politische Entscheidungen gegeben.

„Fridays For Future“ zeigt doch seit nunmehr zwei Jahren, dass jüngere Menschen den Willen zur Partizipation haben und auch inhaltlich komplexere Themenbereiche auf ihre Weise erschließen. Daher bin ich der festen Überzeugung, dass wir weitere Konzepte zur Einbindung junger Menschen in die Politik benötigen.

Ich will die Motivation von Jugendlichen und den aufkommenden Frust darüber, in der Politik kein Gehör zu finden, zum Anlass nehmen, einen Jugendrat in Emsdetten zu etablieren. Er soll aktuelle, die Jugend betreffende Themen beraten und ausdrücklich ein Meinungsbild und eine entsprechende Argumentation vorlegen, die in den Ausschüssen thematisiert werden müssen.
Wir haben bereits sehr gute Erfahrungen mit unseren Beiräten gemacht.

Einrichtung eines Jugendrates

Alle Schüler*innen der weiterführenden Schulen sollen über ihre Schülervertretung Vertreter*innen wählen und entsenden. Diese Schüler können durch je einen Vertreter*in der lokalen Sportvereine und weiteren in der Jugendhilfe zu verortenden Organisationen ergänzt werden. Die Sitzungen des Jugendrates werden angeleitet über zuvor gewählte Vertreter*innen des Jugendhilfeausschusses, die ebenfalls dafür zuständig sind, die Ergebnisse dem Stadtrat vorzulegen.

Klimaschutz ist die entscheidende Zukunftsinvestition. Emsdetten benötigt eine zukunftsfähige und nachhaltige Infrastruktur. Wir müssen heute die Verkehrswege und Gebäude für die klimagerechte Stadt von morgen bauen. Um die notwendigen Klimaziele zu erreichen und beispielsweise den Ausstoß an Treibhausgasen bis 2030 zu halbieren, müssen wir jetzt entschieden handeln. Deutschland trägt hierbei eine große Verantwortung, allerdings sind bei Bundes- und Landesregierung weder Entschluss- noch Tatkraft zu erkennbar.

Umso wichtiger ist es, dass wir auf kommunaler Ebene den Handlungsspielraum, den wir haben, nutzen und unseren Beitrag zu Klimaschutz und zur Energiewende leisten. Das halte ich für unsere gesellschaftliche Verantwortung.

Klimaschutz ist dabei Herausforderung und Chance zugleich, auch für die Entstehung neuer, innovativer und zukunftsfähiger Jobs.

Und es ist gleichzeitig eine übergreifende Aufgabe, an denen die Stadt und Private mitwirken müssen. Ich stehe für eine Verwaltung, die mit gutem Beispiel vorangeht und gleichzeitig die Innovationskraft des privaten Sektors nutzt und stärkt.

Ich möchte, dass Emsdetten 2030 CO2-neutral ist. 

Ich möchte ein Klimainvestitionspaket und will damit die Klimabilanz der Stadt verbessern.

    • Ausbau der klimafreundlichen Verkehrsinfrastruktur, insbesondere von Radwegen
    • Investition in klimaneutrale Gebäude nach dem Plusenergie-Standard und weitere energetische Sanierung im Bestand
    • Solarenergieanlagen nach Möglichkeit auf allen öffentlichen Gebäuden

Das kulturelle und sportliche Angebot Emsdettens ist Münsterlandweit einmalig und ein wesentlicher Grund für das positive Image der Stadt weit über seine Grenzen hinaus.  Kultur hält eine Stadt zusammen, befasst sich mit drängenden gesellschaftlichen Fragen, bringt Menschen zueinander und bereichert jeden persönlich. Als Bürgermeister will ich dieses Profil noch stärker herausarbeiten. Dazu gehört eine angemessene Förderung der Kultur, insbesondere auch der freien Kulturszene. Damit dies auch nach den ökonomischen Einschnitten bedingt durch die Corona-Pandemie so bleiben kann, ist es notwendig, die kulturelle und sportliche Angebotsvielfalt abzusichern und zu stärken.

Viele Emsdettener Bürger*innen wollen in ihrer Freizeit Spaziergänge oder Radtouren unternehmen. Auch für die Gäste Emsdettens ist die attraktive Landschaft rund um Emsdetten ein Grund für ihren Aufenthalt in unserer Stadt. Emsdetten hat aber kein attraktives Netz an thematischen Rad- und Wanderwegen. Es fehlt ein Konzept für ein Naherholungs- und Tourismusangebot, das die Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe und die im Bereich der Umweltbildung engagierten Akteure, Vereine und Initiativen miteinander vernetzt.

    • Ich als Bürgermeister werde mich dafür einsetzen, dass Emsdettener Vereine und Initiativen zukünftig erhöhte Förderungen als freiwillige Leistungen der Stadt erhalten
    • Ich will der ehemaligen Buckhoffschule einen neuen Nutzen als freies Kulturzentrum geben. Das Gebäude soll vielfältige Möglichkeiten bieten, um dem kulturellen Austausch eine Plattform zu geben. Denkbar wären Proberäume, Ateliers, ein Repair Café z.B. in Kooperation mit der Agenda Älter werden in Emsdetten und Sozialräume für Jugendliche
    • Gleiches gilt für das Gebäude der Paul-Gerhardt-Schule, hier könnten z.B. die Volkshochschule (VHS) oder die Musikschule neue Räumlichkeiten finden
    • Ich möchte, dass die Stadtbibliothek ein verbessertes, nutzerfreundliches und konkurrenzfähiges Online-Portal zur digitalen Ausleihe von Medien erhält.
      Zudem müssen die Öffnungszeiten nutzerfreundlicher gestaltet werden
    • die bereits beschlossenen Investitionen in die Emshalle und Stroetmannsfabrik werden den Kultur- und Sportstandort Emsdetten aufwerten
    • Ich möchte die Ausweisung von örtlich begrenzten Rad- und Wanderrouten auf dem bestehenden Wegenetz mit unterschiedlichen Längen und Themenschwerpunkten und unter Berücksichtigung der heimischen Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe als Ausgangs- oder Endpunkte – ausgestattet mit E-Bike-Ladestationen
    • Ich sorge dafür, dass ein an die Themen der Routen angelehntes Bildungsangebot durch einen zentral gemanagten Referentenpool aus heimischen Fachleuten der Bereiche Naturschutz, Kultur, Wirtschaft sowie Heimat- und Stadtgeschichte ein, koordiniert bspw. durch die VHS

Ich will unsere (klein) bäuerliche, regionale Landwirtschaft erhalten. Die Familienbetriebe leisten, meist seit Generationen, wertvolle Arbeit. Aber: Die Vergabekriterien der EU im Rahmen Ihrer Subventionspolitik unterstützen im Wesentlichen sehr große Betriebe, so dass immer mehr kleine bäuerliche Betriebe mit Agrarfabriken nicht mehr mithalten können und aufgeben müssen.   

Zur Wahrheit gehört aber auch: Die industrielle Tiermast mit einhergehendem, verstärktem Einsatz von Düngemitteln, Medikamenten und Pestiziden nimmt rasant zu. Folge: Das Trinkwasser ist zunehmend durch Schadstoffeinträge bedroht. Hier muss Landwirtschaft und Umweltschutz in Einklang gebracht werden.

Die Digitalisierung geht auch an der Landwirtschaft nicht vorbei: Es kommen an vielen Stellen bereits digitale Lösungen zum Einsatz. Diese können im besten Fall dazu beitragen, den Pestizid- und Stickstoffeintrag durch eine präzisere Bodenbearbeitung zu reduzieren, die Ressourceneffizienz zu verbessern und Arbeitsprozesse zu vereinfachen. Aber: Sie darf nicht zu einer weiteren Industrialisierung der Landwirtschaft führen, an deren Ende nur noch die großen Betriebe überleben können.

    • über die Emsdetten-App: Vernetzung unserer lokalen bäuerlichen Betriebe mit Ihren jeweiligen Angeboten
    • Angebote zentralisiert anbieten („Dettener Bauernladen“)
    • Unterstützung bei der Vermarktung regionaler Produkte wie beispielsweise Fleisch aus artgerechter Haltung, Obst, Gemüse und Honig
    • Verhinderung von Flächenverlust zulasten unserer örtlichen Landwirtschaft durch z.B. den Bau neuer Straßen wie der Westumgehung

Alle Emsdettener Unternehmen und Bürger*innen sollen die Chancen der Digitalisierung nutzen können.
Deshalb setze ich mich für einen weiteren Ausbau von Breitband- und Glasfaseranschlüssen in Emsdetten ein. Jeder Haushalt braucht eine zeitgemäße Internetanbindung. Nicht zuletzt die Corona-Krise hat gezeigt, wie wichtig die Möglichkeiten des digitalen Lernens an den Grundschulen und weiterführenden Schulen sind.

Ich will, dass die Mittel aus dem Digitalpakt und weitere finanzielle Mittel wirklich bei den Schulen und Schüler*innen ankommen. Die Stadt muss weiter sinnvoll in den Ausbau und die Administration der digitalen Infrastruktur, aber auch in eine gute Ausstattung mit Computern, Tablets und Software investieren, damit nachhaltiges zukunftsträchtiges Lernen an allen Emsdettener Schulen ermöglicht wird. 

Die Corona-Krise hat verdeutlicht, dass die Bildungschancen auch in Emsdetten ungleich verteilt sind. Der digitale Unterricht hat die Schüler*innen aus eher prekären Elternhäusern deutlich benachteiligt, weil sie nicht über die nötigen Geräte (Smartphones, Tablets und Drucker) verfügen. Deshalb ist die Ausstattung mit digitalen Endgeräten und eine entsprechende Schulung für alle Schüler*innen und Lehrer*innen angezeigt. Das muss genauso selbstverständlich sein wie der barrierefreie Zugang zu allen Schulen.

Auch der Unterricht im Offenen Ganztag (OGS) ist ein sinnvoller Ansatz zur Förderung von Chancengerechtigkeit und außerdem ein wichtiger Baustein für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

    • Ich will die vorhandenen OGS-Plätze in Emsdettener Schulen erhalten und ausbauen
      und somit ein Gesamtschulangebot vorhalten, das der tatsächlichen Nachfrage entspricht
    • eine pädagogisch anspruchsvolle Ganztagsbetreuung an Schulen und im vorschulischen Bereich
    • mehr Unterstützung von Schulen mit besonderen Herausforderungen
      für bessere Integration und Inklusion
    • Barrierefreiheit an allen Schulen
    • das Angebot der Schulsozialarbeit und Schulpsychologie hat sich in allen Schulformen bewährt und muss deshalb fortgeführt und ausgebaut werden
    • die Integrationsbedingungen für Flüchtlingskinder müssen verbessert werden. Als zentralen Baustein möchte ich deshalb den Ausbau von Deutschkursen sowie intensive Begleitung und Förderangebote auf Emsdettener Ebene

Wir leben – zum Glück – immer länger. Ich möchte, dass jeder Mensch selbstbestimmt, bei bestmöglicher Gesundheit und in Würde alt werden und aktiv an der Gesellschaft teilhaben kann. Und das möglichst lange in vertrauter Umgebung.
Viele Menschen sind am Ende ihrer Berufstätigkeit eigenständig und aktiv, doch mit dem Ende der Erwerbsarbeit besteht das Risiko, in ein Loch zu fallen, soziale Kontakte zu verlieren und keinen geregelten Tagesablauf mehr zu haben. Die Folge: Angst vor Einsamkeit.

Dazu wird vieles im Alter schwieriger und der Unterstützungsbedarf wächst:
Körperliche Beeinträchtigung und Pflegebedürftigkeit schränken die persönliche Mobilität ein. Menschen können ihren Alltag nicht mehr alleine bestreiten und sind auf fremde Hilfe angewiesen, insbesondere wenn es keine Partner*in, keine Kinder gibt, Angehörige weit weg wohnen oder beruflich stark eingebunden sind.
Die Corona-Krise hat noch einmal verdeutlicht, wie wichtig das soziale Miteinander gerade für ältere Menschen ist.

Stadtbeteiligen und damit die soziale Gemeinwesenarbeit bekommen einen neuen Stellenwert.

Deshalb ist für mich wichtig, Angebote von Vereinen und sozialen Diensten, haupt- und ehrenamtlichen, die besondere soziale Unterstützungsleistungen anbieten, umfassender zu fördern und zu unterstützen.

Einbindung des Seniorenbeirates und des Beirats von Menschen mit Behinderung

    • bezahlbare und barrierefreie Wohnraumkonzepte für Senioren und Menschen mit Behinderung schaffen
    • Quartierslösungen mit Stützpunkten  („Quartiere aller Generationen“)
    • Schaffung von Mehrgenerationenhäusern und Wohngruppen
    • Einrichtung eines generationenbezogenes Wohnraummanagements, welches zum Beispiel beim Wohnungstausch unterstützt
    • Förderung und Ausbau von Netzwerken
    • Beteiligungsmöglichkeiten für Ältere schaffen/ „Agenda Älter werden“ einbinden
    • Umsetzung einer quartiers- und generationengerechten Mobilität
    • Sicherstellung der Nahversorgung

Eine der wichtigsten Aufgaben in den kommenden Jahren ist eine vorausschauend handelnde Stadtplanung. Hier liegt mir die Innenstadt besonders am Herzen. Es wurden bereits Millionen Euro in die Infrastruktur investiert, ohne dass sich wesentliche Belebungseffekte für die Innenstadt bemerkbar machen. Wir haben mit der EMSIG eine rege Immobilien- und Standortgemeinschaft. Trotzdem nehmen längst nicht alle Eigentümer, Einzelhändler und Gastronomen ihre Mitverantwortung für den Standort Emsdetten wahr. Hier wird das hauptamtliche City-Managment entscheidend helfen und die EMSIG unterstützen. Besonders vor dem Hintergrund des boomenden Onlinehandels:
Lokale Geschäfte müssen zusammenarbeiten und neue Wege beschreiten.
Ich will, dass unser lokaler Einzelhandel und die Bedürfnisse der Bürger*ìnnen  bei der Weiterentwicklung der Innenstadt stärker in den Fokus rücken.

Stadtentwicklung geht aber weit über die Innenstadt und das Thema „Einkaufen“ hinaus: Ich will qualitative Entwicklungsmöglichkeiten für die gesamte Stadt, auch für die acht Ortsteile Emsdettens und die Außenbereiche. Eine gute Nahversorgung muss unbedingt gewährleistet werden.

    • Emsdetten-App: Vernetzung unseres lokalen Einzelhandels und
      Darstellung von Liefermöglichkeiten (weiteres: siehe Verwaltung unter „Meine Ziele“)
    • Stärkung der Gastronomie durch Senkung, im Idealfall Wegfall der Gebühren für Außenstellplätze
    • fahrrad- und fußgängerfreundliche Innenstadt
    • Aufenthaltsqualität in der Innenstadt erhöhen, bspw. durch mehr Grünflächen, insbesondere auf dem Rathausplatz
    • aktive Ansprache der Immobilienbesitzer in der Innenstadt, um angemessene Mietpreise und flexible Vertragsgestaltungen zu ermöglichen und somit Leerstand zu vermeiden

In Zeiten von Biodiversitätskrise und Artensterben sind Umwelt- und Naturschutz wichtiger denn je.
Emsdetten profitiert von seinen Naturschätzen – von den Emsauen, dem Emsdettener Venn und den Flächen am Max-Clemes-Kanal. Auch der Emsdettener Brook/ die Westumgebung müssen mit konkurrierenden Nutzungsansprüchen vor weiterer Versiegelung geschützt werden. Durch den Schutz dieser Naherholungsgebiete leisten wir einen großen Beitrag zum Umwelt- und Naturschutz und damit auch zum Klimaschutz. Somit verbessern wir unser aller Lebensqualität.

Ich kämpfe für mehr Grün und Artenvielfalt mitten in der Stadt. Darüber freuen sich nicht nur Wildbienen und anderen Insekten, sondern auch der Mensch und das Mikroklima.

    • besserer Schutz unserer Schutzgebiete wie die Emsauen, das Emsdettener Venn, die Flächen am Max-Clemes-Kanal und den Brook/ die Westumgebung, unter anderem durch Pestizidverbote
    • Ackerflächen in Naturschutzgebieten wieder zurückkaufen
    • Anlage von Blühwiesen auf städtischen Grundstücken (Acker- und Gewerbeflächen sowie Baugrundstücken), die (derzeit) nicht genutzt werden
    • mehr Bäume und Grünflächen im Stadtgebiet
    • Kreisverkehre naturnah gestalten

Wir müssen Verkehr in der Stadt neu denken und brauchen einen aufeinander abgestimmten guten Mix unterschiedlicher Verkehrsmittel. Expert*innen schätzen, dass sich in bis zu 30 Prozent der Pkw-Fahrten auf den Radverkehr verlagern ließen. Nach Untersuchungen führen 40-50 Prozent der Autofahrten über eine Strecke von weniger als fünf Kilometer Länge. Sie lägen damit in einem Entfernungsbereich, in dem das Fahrrad sogar das schnellste Verkehrsmittel ist (Quelle: Umweltbundesamt).

Als Bürgermeister will ich den öffentlichen Personennahverkehr stärker ausbauen und den Anteil des Radverkehrs erhöhen. Der Trend geht zu fahrrad- und fußgängerfreundlichen Innenstädten, das zeigen viele Beispiele. Von einer attraktiveren Innenstadt, die mehr Platz für Menschen statt für Fahrzeuge bietet, profitiert auch die Geschäftswelt. Das verbessert die Luftqualität, sorgt für weniger Lärm und weniger Stau auf den Straßen und steigert die Lebensqualität.

Mein Ziel ist deshalb weniger Autoverkehr und mehr Mobilität! Es muss bequemer und günstiger sein, mit Bus in die Stadt zu fahren oder Wege mit dem Rad zurückzulegen als mit dem Auto!

Den Anteil des Radverkehrs erhöhen

    • mehr sichere Radwege und Verbindungen aus den Stadtteilen in die Innenstadt schaffen
    • neuer Radwegestandard inkl. baulich getrennter Radwege, das beinhaltet auch die Beleuchtung
    • Fahrradstraßen zu echten Fahrradstraßen machen
    • gute und zahlreiche Angebote für Fahrradparken in Wohn- und Zielgebieten schaffen
    • das Umland besser anbinden durch Fahrradschnellwege
    • Baumaßnahmen stärker auf Radverkehr ausrichten

In Zusammenarbeit mit der Region: ÖPNV ausbauen/ Ein-Euro-Ticket für Bus

    • Taktung erhöhen, neue Linien schaffen, wo Bedarf ist (u.a. Borghorst, generell: zu den
      umliegenden Krankenhäusern, Verbindungen Hembergen/Ahlintel in die City)
    • Park-And-Ride-System ausbauen
    • Ein-Euro-Ticket für Bus
    • Ausbau Bürgerbus

Die Maßnahmen im Einzelnen:

Radwege sind für unterschiedliche Radverkehre geeignet: vom Kind bis zur E-Bike-Fahrerin. Sie sind so zu bemessen, dass sie den vermehrten angestrebten Radverkehrsanteil aufnehmen können. Ihre Breite von mindestens zwei Metern pro Fahrtrichtung ermöglicht die sichere Nutzung mit Lastenrädern, Fahrradanhängern und Dreirädern. Um- und Neubauten werden grundsätzlich eben und mit geringem Rollwiderstand ausgeführt, sie entsprechend mindestens den aktuell gültigen Empfehlungen für Radverkehrsanlagen. Das geplante Radwegenetz wird zügig umgesetzt. Dabei soll sich der Ausführungsstandard an dem der Fahrbahn orientieren: Alle Verkehrsteilnehmer*innen erhalten eindeutig erkennbare Anlagen, die mit einer hervorragenden Oberfläche und ohne Schikanen und Schlenker ausgeführt sind. Die in den Niederlanden oft praktizierte Verwendung von rot eingefärbtem Asphalt ist hierbei besonders zur Nachahmung geeignet.


Kreuzungen sicher und schnell querbar machen

Radfahrer*innen sollen Kreuzungen schneller und in einer eigenen signalisierten Ampelphase queren, bisher eine Selbstverständlichkeit für den Autoverkehr. Die Kreuzungen, die am gefährlichsten sind, sollen sicher umgebaut werden. Klare Sichtbeziehungen bereits deutlich vor dem Kreuzungsbereich oder getrennte Ampelschaltungen verhindern Abbiegeunfälle. Gehwegnasen verbessern auch an kleinen Kreuzungen und Einmündungen die Sichtbarkeit und das Sicherheitsgefühl – dafür sollen diese mit Fahrradbügeln gegen illegales Parken gesichert sein. Parken im Kreuzungsbereich wird stärker kontrolliert.

Bedarfsgerechte, flächendeckende und sichere Fahrradabstellmöglichkeiten

Für Fahrräder sind in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs an der Vorder- und Rückseite bereits sichere Abstellmöglichkeiten geschaffen. Hier gilt es zu prüfen, ob eine Aufstockung erforderlich ist.
Für mehr bedarfsgerechte Abstellmöglichkeiten in den Wohngebieten und in der Stadt, auch für Lastenräder, soll es, nach dem Vorbild des „1.000-Bügel-Programmes“ der Region Hannover, die Möglichkeit für Bürger*Innen geben, aus einem jährlich neu verfügbaren kostenlosen Kontingent an Bügeln Standorte zu benennen. Bei privaten und öffentlichen Neubauten ist eine ausreichende Anzahl Fahrradstellplätze einzuplanen.

Fahrradstraßen auf Hauptrouten

In Fahrradstraßen wird KFZ-Verkehr zu Einbahnstraßen und grundsätzlich nur noch für Anlieger*innen zugelassen. Radverkehr erhält Vorrang an Einmündungen. KFZ-Stellplätze sind ausreichend abgesetzt vom Radverkehr, der Durchgangsautoverkehr wird unterbrochen.

Auto-Parkplätze im öffentlichen Raum umwidmen

Auto-Parkplätze im öffentlichen Raum werden zu Gunsten höherwertiger Nutzung schrittweise zurückgebaut. Bei allen Neu- und Umbauprojekten werden Parkplätze im Straßenraum erst vorgesehen, wenn durchgängige hochwertige Fuß- und Radverkehrsanlagen eingeplant wurden.

Das Umland anbinden

Zahlreiche Verkehrs- und Schadstoffprobleme kann Emsdetten nur gemeinsam mit der Region und den Umlandkommunen lösen. Einpendler*innen können zum Umstieg auf den ÖPNV oder auf das Fahrrad animiert werden, wenn die Voraussetzungen dafür geschaffen werden. Dafür müssen die geplanten Radrouten über die Erschließung der Stadtbezirke hinaus an das Umland angebunden und wo sinnvoll als gemeinsame Radschnellwege gebaut werden. Die Kooperation mit den Umlandkommunen und der Region sollte deshalb vertieft bzw. geschaffen werden, die Interessen von Emsdetten enden nicht an der Stadtgrenze.

Die Stadt mit rund 390 Mitarbeiter*innen ist ein großer Arbeitgeber in Emsdetten.

Sie wird ein entscheidender Erfolgsfaktor für die ökologische, soziale und wirtschaftliche

Weiterentwicklung sein. Ich will, dass die Verwaltung als bürger*innennahe Dienstleisterin, gestaltende Umsetzerin der Mobilitätswende und einer nachhaltigen Klimaschutzpolitik agiert.
Ich setze mich dafür ein, dass alle Prozesse, die Zusammenarbeit innerhalb der Fachdienste und Ämter sowie deren Führung auf die künftigen Anforderungen hin überprüft und weiterentwickelt werden.

Die Digitalisierung muss gestaltet werden. Die digitalen Veränderungsprozesse führen zu einem nie dagewesenen Druck, die Art wie wir leben, wie wir wirtschaften und arbeiten, konsumieren und kommunizieren, weitreichend zu ändern. Das hat auch die Coronakrise deutlich gemacht. Diesen Prozess will ich mit Zuversicht gestalten und als Bürgermeister mit meiner Verwaltung vorangehen. Ich will die Verwaltung dazu befähigen, Beteiligung digital zu organisieren und damit zu einem Gewinn für ganz Emsdetten zu machen.

Als Bürgermeister stehe ich für eine klare politische Haltung und eine Kultur der Offenheit. Im parteiübergreifenden Dialog mit allen Beteiligten will ich Antworten auf die Zukunftsfragen unserer Stadt finden. Ich bin der Meinung: Anderes denken führt zu anderem Handeln – Anderes Handeln führt zu anderen Ergebnissen!

1. Rathaus

    • Förderung eines kooperativen Führungs- und Arbeitsstils
    • frühere, offene, ehrliche und transparente Kommunikation
    • Erarbeitung einer Personalstrategie zur Fachkräftegewinnung mit dem Personalrat und der Gleichstellungsbeauftragten;
      z.B. Vereinfachung des Quereinstiegs und der Weiterqualifizierung, Schaffen attraktiver Laufbahnen für Fachkräfte
    • Vereinfachung und Beschleunigung von Verfahren, Grundlage hierbei ist eine digitale Dienstleistungsbasis (alles, was möglich ist, muss gemacht werden)
    • ein digitales Rathaus für bessere und schnellere Dienstleistungen

2. Digitalisierung

Es braucht Hilfen bei den notwendigen, erheblichen Investitionen. Hierzu bietet das Land NRW über Förderprogramm vielfältige Unterstützung. Digitalisierung der Verwaltung darf nicht heißen, einfach nur bestehende Prozesse zu digitalisieren. Ich möchte die Verwaltung durch Digitalisierung besser, agiler und bürgernäher machen.

    • Bündelung sämtlicher Dienstleistungen (offene Schnittstelle)
      • Kernverwaltung/ Bibliothek etc.
    •  Entwicklung einer Emsdetten App
      • Öffnungszeiten Geschäfte, Ämter, usw.
      • Infos, Fristen
      • Aktionen, Veranstaltungen
      • „Ins-Boot-holen“ etablierter Institutionen (z. B. Heimatbund) für historische/kulturelle Wissensinhalte zu Emsdetten, Erarbeitung gerne über VHS
      • Vereine, Gruppen
      • bietet Chancen für aktive Bürgerbeteiligung
      • alle Altersstufen einbeziehen

Ich will eine starke und florierende Wirtschaft. Wir sind angewiesen auf die Gewerbesteuer, um unsere hohen Standards (Kita, Schule, Vereine und Digitalisierung) zu halten. Diese Infrastruktur sorgt umgekehrt dafür, dass hochqualifizierte Fachkräfte nach Emsdetten kommen und sich hier ansiedeln.
Die Grundlage hierfür ist eine intakte Umwelt, ohne Klima- und Umweltschutz wird diese Grundlage zerstört und gefährdet somit Unternehmen und Arbeitsplätze. Für immer Menschen ist dies auch ein entscheidender Faktor bei Arbeitgeber- und Arbeitsplatzauswahl. 
Es besteht meiner Meinung nach überhaupt kein Konflikt zwischen Klima-, Umwelt- und Naturschutz auf der einen und Wirtschaft auf der anderen Seite. Die Corona-Pandemie zeigt eines doch deutlich: 
Wir müssen die Wirtschaft und damit die Gesellschaft gesünder und widerstandsfähiger machen, ein weiter so wie bisher können wir uns nicht leisten. Das lehrt uns die ökonomische Vernunft und ist auch eine Frage von (sozialer) Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit.
Viele Unternehmen (und im Übrigen auch Bürger*Innen) gehen beim Klimaschutz voran.
Ich glaube, wir können ideenreicher und mutiger werden, mit modernen Finanzierungskonzepten, Partnern und Betreibern arbeiten, und auch Fördermittel viel mehr nutzen. Das sichert uns auch weiterhin die finanzielle Freiheit.

Emsdettens große Chance ist die Verbindung von Wissenschaft (Nähe Uni Münster und FH Steinfurt) und Wirtschaft für eine ressourcenschonende Zukunft. Dafür werde ich die Vernetzung von Unternehmen fördern und gute Standorte schaffen – sowohl für das produzierende Gewerbe als auch für wissensnahe Dienstleistungen, Digital- und Kreativwirtschaft.

    • systematische (Weiter)Entwicklung von Gewerbeflächen mit guter Anbindung, z.B. der südlichen und westlichen Gewerbegebiete
    • eine städtische Fachkräfteinitiative als Teil der Fachkräfteallianz in der Region Steinfurt/Münster: Unterstützung von Unternehmen bei der Fachkräftegewinnung
    • Förderung von Netzwerken und Clustern, u.a. für die Digitalwirtschaft sowie im Bereich Digitalisierung der Produktion/Industrie 4.0/ DigitalHub

Derzeit arbeiten wegen Corona viele Menschen im Home-Office und es zeigt sich, gerade für die Büroarbeit ist dezentrales Arbeiten gut umsetzbar. Das erkennen auch viele Unternehmen wie z.B. in Münster und sehen hier große Einsparpotentiale. Ein Viertel der Mitarbeiter*innen soll nach Aussagen von Unternehmen langfristig im Homeoffice bleiben. Aber dezentrales Arbeiten in den eigenen vier Wänden ist nicht optimal. So ist es nicht einfach, Haushalt, ggf. Kinderbetreuung und Homeoffice unter einen Hut zu bringen. Auch fehlt oft eine gute digitale Büro-Infrastruktur. So werden zunehmend dezentrale Büroarbeitsplätze zur Anmietung gesucht.

Der Coworking-Space (gemeinsames Arbeiten von Menschen aus unterschiedlichen Branchen, die Büroflächen mit zur Verfügung gestellter Infrastruktur nutzen) hilft hierbei und kann ein wichtiges Element für die Innenstadtbelebung sein. Zusätzliche Kaufkraft z.B. für das Mittagessen der Coworker wird in Emsdetten verbleiben, Gasstätten und die kleinen Läden könnten davon sehr profitieren, denn bei einem Rundgang in der Mittagspause oder nach Arbeitsschluss werden sicherlich auch noch andere Waren in der Innenstadt gekauft.

    • Förderung von Coworking-Arbeitsplätzen, auch für StartUps und Freelancer
    • Unterstützung über die Wirtschaftsförderung und EMSIG bei der Immobiliensuche, insbesondere im Innenstadtbereich

Von Coworking-Spaces in der Innenstadt können alle profitieren: die Mitarbeiter, die Arbeitgeber, die Stadt Emsdetten, Unternehmen sowie das Klima und die Umwelt. Jeder ersparte Weg an den Schreibtisch in die weiter entfernte Firma entlastet unsere Straßen. Wir reduzieren den CO2- und Stickoxid-Ausstoß, schonen Straßen, überflüssig, Straßenerneuerung wird seltener notwendig etc.

Wohnen darf kein Luxus sein! Ich werde den Bau von bezahlbaren Wohnungen für Familien, kleine und mittlere Einkommen nicht allein dem freien Markt überlassen. Wir müssen nicht nur mehr bauen – wir müssen vor allem sozialer und ökologisch nachhaltiger bauen! Mit mir wird die Stadt aktiv Wohnraum im unteren und mittleren Preisbereich schaffen. Darüber hinaus fehlt es in Emsdetten an 2-3 Zimmer Wohnungen und an entsprechenden Angeboten für junge Leute, insbesondere an Studenten und Azubis.

Ich halte es für unrealistisch, allein durch mehr Wohnungsbau die Mieten zu senken. Das haben andere Städte auch versucht – und es funktioniert nicht. Der Grund: Der freie Markt schafft gegenwärtig vor allem hochpreisige Wohnungen, mit denen sich gutes Geld verdienen lässt. Wir brauchen aber bezahlbare Wohnungen für untere und mittlere Einkommen sowie für Familien.

Das Aufstocken von Gebäuden und die Nachverdichtung letzter verbleibender Flächen spielt hier eine zentrale Rolle.

Gemeinwohlorientiertes Bauen

    • Die Schlüsselrolle für sinkende Preise spielt die WGEMS. Die gemeinwohl-orientierte Genossenschaft muss den Fokus noch mehr als derzeit auf den Bau bezahlbarer Wohnungen für untere und mittlere Einkommen legen. Derzeit baut die WGEMS zu Marktpreisen auch Wohnungen im gehobenen Segment. Dadurch finanziert sie in ihrem Bestand bezahlbaren Wohnraum. Um mit diesen Gewinnen mehr bezahlbaren und geförderten Wohnraum zu schaffen, benötigt sie Grundstücke bzw. Immobilien, hier will ich von Seiten der Stadt mehr unterstützen und eine gemeinsame Konzeption entwickeln.
    • Eine ähnliche Funktion können auch private Investoren einnehmen. Auch deshalb möchte ich die Zusammenarbeit mit den Investoren vertiefen.

Möglichkeiten und Grenzen des geförderten Wohnungsbaus

    • Auch der geförderte Wohnungsbau allein kann das Problem steigender Mieten nicht lösen – schon weil Sozialwohnungen nicht in den Mietspiegel einfließen und das Mietniveau nicht senken können. Außerdem müssen wir zunächst ausreichend geförderten Wohnraum für jene erhalten, die ihn besonders dringend benötigen. Hier fallen in den nächsten Jahren nämlich viele Wohnungen weg, weil die Bindungsfristen auslaufen.
    • Ich will bezahlbaren Wohnraum erhalten. Auch in Emsdetten geht dieser verloren, weil Wohnungen in Erwartung von Wertsteigerungen leer stehen.

Baulandpolitik mit Weitblick

    • Es muss selbstverständlich werden, dass wir flächen- und ressourcensparend bauen
    • Das Aufstocken von Gebäuden und die Nachverdichtung freier Flächen spielt hier eine zentrale Rolle
    • Die Vergabe kommunaler Grundstücke soll in Zukunft auch in Erbpacht erfolgen. Auf diese Weise bleibt der sozial bedeutsame Baugrund dauerhaft in kommunaler Hand
    • Ich will für eine gezielte Ablaufplanung in der Bauverwaltung sorgen, damit Bauanträge grundsätzlich schneller beschieden werden können. Das gelingt auch dank elektronischer Bearbeitungsverfahren mit digitaler Akte und ein Einsichtsrecht für Antragsteller
    • Eine wesentliche Stellschraube für Kosten und Dauer von Bauverfahren sind Auflagen der Stadt. Architektenwettbewerbe will ich nur bei ausgewählten stadtbildprägenden Standorten durchführen
    • Überholte Auflagen müssen auf den Prüfstand: Wenn Baugebiete dort ausgewiesen werden, wo bereits eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr besteht, kann auch der Stellplatznachweis für Parkplätze abgesenkt werden.
    • Darüber hinaus müssen wir auch über alternative Formen nachdenken bzw. diese fördern wie z.B. Tiny Houses oder Mehrgenerationenprojekte
    • Ich möchte, dass bei Neubauten Solarthermie zwingend vorgeschrieben ist
    • Ich halte es für unverantwortlich und falsch, die ökologische gegen die soziale Frage auszuspielen

Galerie

Previous
Next